Umweltfreundlich heizen - Kreisklinik Bad Neustadt

Umweltfreundlich heizen

Kreisklinik ist größter Abnehmer des Biomasseheizwerkes

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Angeschlossen am Netz des Biomasseheizwerks: Dr. Waldemar Hohm und die Geschäftsführer der Bayerischen Rhöngas GmbH, Thomas Merker und Helmut Grosser, sowie Landrat Thomas Habermann besichtigen die Übergabestation der Kreisklinik, die die gelieferte Fernwärme in das Leitungssystem des Krankenhauses einspeist. (Foto: Stefan Kritzer)

Passend zur kalten Jahreszeit ist die Kreisklinik in eine neue Form der Energie- und Wärmeversorgung eingetreten. Als mit Abstand größter Abnehmer bezieht sie künftig ihre Energie durch das neue Biomasse-Heizkraftwerk, das auf dem Gelände der Überlandwerk Rhön GmbH in Bad Neustadt entstanden ist. Neben der Kreisklinik versorgt dieses zurzeit acht Schulen, die sich in Trägerschaft des Landkreises Rhön-Grabfeld und der Stadt Bad Neustadt befinden, sowie das Sparkassenhauptgebäude in der Meininger Straße mit Wärme versorgt. Das Projekt läuft seit September 2009.

„Es war die absolut richtige Entscheidung, auf regenerative Energien umzustellen", sagte der Geschäftsführer der Kreisklinik, Dr. Waldemar Hohm, bei einem Pressegespräch zur Vorstellung des Projektes. Wie die anderen Abnehmer auch versorgt die Heizanlage die Kreisklinik künftig zentral über eine drei Kilometer lange Fernwärmeleitung mit Wärme und Energie. Bei voller Auslastung kann das Biomasseheizwerk bis zu 10 Millionen Kilowattstunden Wärme im Jahr erzeugen. Die Kreisklinik benötigt rund ein Viertel davon.

Die Einführung der Fernwärme ermöglicht eine umweltschonende regenerative Wärmeversorgung in der Kreisklinik, da für die zentrale Heizungsanlage zur Wärmeerzeugung bisher kaum genutzte Energie-Potenziale aus der Landschaftspflege und Waldrestholz verwendet werden. Die Anlage wird zu gut 90% mit regenerativem Brennstoff betrieben, wodurch Öl gespart und der Schadstoffausstoß reduziert wird. „Durch die Umstellung auf regenerative Energien sparen wir rund 250.000 Liter Heizöl pro Jahr ein" erläuterte Landrat Thomas Habermann bei der Besichtigung der Übergabestation. Gerade auch für die regionale Wertschöpfung spielt das Projekt eine zentrale Rolle, da die Rohstoffe zu 100% aus heimischen Wäldern stammen. Die energetische Selbstversorgung im Landkreis macht so einen großen Fortschritt.